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Nachhaltige Dorfentwicklung

Gerne wird vergessen, dass Sankt Wolfgang aus mehreren Teilen besteht. Während die Ortsteile St. Wolfgang und Armstorf in den letzten Jahren stark gewachsen sind, drohen andere Ortsteile – neben Schönbrunn und Gatterberg auch Pyramoos und teilweise Lappach – ins Hintertreffen zu geraten, was die weitere Entwicklung angeht. Die Interessen zwischen fast schon städtisch geprägten Gemeindeteilen und dem ländlichen Raum laufen immer weiter auseinander.  Diese Tendenz wird durch die jüngere Entwicklung wie Autobahnbau und die Ausweisung neuer Bau- und Gewerbegebiete in Wolfgang und Armstorf noch weiter verstärkt. 

Wir wollen die Entwicklung unseres Dorfs und unseres Ortsteils neu beleben und proaktiv vorantreiben. Dazu sollen neben dem allfälligen Ausbau des Breitbandnetzes vor allem Baulücken gefüllt und leerstehende Gebäude einer neuen Nutzung als Gewerbefläche oder Wohnraum zugeführt werden. 

Es geht nämlich nicht darum, in unseren Ortsteilen zeitnah Neubaugebiete auszuweisen. Dies würde den Flächenfraß vorantreiben und Mehrkosten für neu zu schaffende Infrastruktur verursachen. Es gibt ausreichende Möglichkeiten, um vorhandene Bauflächen in gegenseitigem Einverständnis neu zu nutzen.

Wir müssen unseren Kindern hier ein ansprechendes Umfeld und Lebensperspektiven bieten, ohne dass sie gezwungen sind, nach Haag, Dorfen oder gar Erding abzuwandern. Sonst droht uns eine Überalterung unserer Ortsteile anstelle eines generationenübergreifenden, gemeinschaftlichen Miteinanders. 

ES muss darüber nachgedacht werden, wie Leerstände durch Unterstützung der Gemeindepolitik einer neuen Nutzung zugeführt werden können. Baulücken sollten geschlossen, bestehende Wohngebiete sollten - soweit sinnvoll und machbar - verdichtet und zukunftsorientiert umgestaltet werden, so dass sie durch mehrere Generationen genutzt werden können. Auf diese Weise können wir auch der Flächenverschwendung entgegenwirken.

Diese behutsame Art der Dorfentwicklung ist nicht immer einfach umzusetzen. Bei Erbengemeinschaften oder komplizierten Besitzverhältnissen kann und darf man nichts erzwingen. Wir achten den Schutz des Eigentums. Aber es muss eine Möglichkeit des Dialogs und eine Offenheit für neue Ideen geben. Natürlich zum Wohle aller Seiten, besonders aber dem Eigentümer gegenüber.

Vergessen wir nicht: Wenn ein Gebäude erst einmal verfällt, verlieren alle Seiten.

Einzelne Projekte können eine Initialzündung sein – so z. B. das Nahwärmenetz in Schönbrunn. Die Menschen reden miteinander und es kommt Bewegung in die Gemeinschaft und in die Sache.

Wenn ein Dorf oder Einzelgehöfte im Laufe der Zeit ihre ursprüngliche Struktur und Funktion verlieren, müssen wir unser Dorf und Anwesen neu definieren. Unser Gatterberg und unser Schönbrunn haben bereits heute eine andere Qualität – füllen WIR es gemeinsam mit neuen Inhalten.

Wir müssen uns dieser Herausforderung bewusst werden. Wir müssen uns darauf besinnen, was unser Dorfleben und unsere Gemeinschaft eigentlich ausmacht – die sozialen Bindungen leben und erleben. Das bietet uns die Chance, den lebens- und liebenswerten Charakter unserer Heimat zu bewahren.

Deshalb unterstützen WIR, die Wählergruppe Gatterberg und die Freie Wählergemeinschaft Schönbrunn die proaktive Nutzung von leer stehenden Gebäuden jeden Alters für Gewerbebetriebe oder als Wohnraum – sowohl im Dorf als auch im Außenbereich.

Eine solche Dorfentwicklung kann nicht von oben verordnet werden. Sie braucht eine starke Initiative, eine feste Gemeinschaft und ein besonderes Engagement. Wir brauchen dafür aber auch einen Gemeinderat und einen sachlich kompetenten Bürgermeister, der die notwendigen Rahmenbedingungen schafft und uns in unseren Bemühungen gezielt unterstützt.